Linkaufbau im Jahr 2012

Auf seo.at wurden heute die Google Search Quality Highlights für Mai 2012 zusammengefasst. Eine schöne, aber etwas ungenaue Zusammenfassung bzw. Übersetzung wie ich meine. Es geht in einem Update um Link Schemes, nicht um “Linktauschprogramme”. Google geht also gegen bestimmte Arten des vorsätzlichen Linkaufbaus vor, die nicht den Google Webmaster Richtlinien entsprechen.

D.h. auch wenn kein Linktausch vorliegt kann Google jetzt besser erkennen, dass es sich z.B. um gekaufte Links zum Zweck der Verbesserung des PageRanks handelt. Google möchte damit Webseiten, die sich durch geplanten Linkaufbau den Weg in die oberen Suchergebnisse erkauft haben, einbremsen.

Wie soll man 2012 Linkaufbau betreiben?

  1. Der Content muss besser werden!
    “Was hat denn das mit Linkaufbau zu tun?”, darf man sich fragen, aber die Antwort ist: Na alles! Google möchte in den Suchergebnissen 2 Dinge sehen: Bezahlte Resultate und relevante Resultate. Die bezahlten Resultate, die immer mehr die Suchergebnisse übernehmen sind ein anderes Thema, über die Relevanz geht es in diesem Punkt.
    Bisher war es leicht möglich Webseiten mit schwachen Inhalten in den Suchergebnissen zu “platzieren”. Eine mehr oder weniger große Anzahl an gekauften Links (egal ob durch “Linktausch”, Contentmarketing oder Linkkauf) reichten um eine URL nach oben zu bringen. Damit ist jetzt offenbar Schluß. Google hat inzwischen genügend Rechenleistung um das big picture, das große Ganze zu sehen und daher reicht es nicht mehr aus einen 10€-SEO-Text mit ein paar Links zu versehen. Die Inhalte müssen so gut sein, dass man sie auf Facebook im eigenen Namen teilen würde – ja sie müssen so gut sein, dass man sie teilen würde auch wenn sie von jemand anderem wären. Die Texte und Bilder müssen ein Problem lösen, Menschen zum Lachen bringen oder den Leser gut aussehen lassen, wenn er sie auf Facebook teilt.
    Kreiert man solche Inhalte, kommen die Links und Besucher beinahe von selbst.
    Ich weiss, das ist teuer – aber so sieht SEO 2012 aus: Bessere Inhalte und mehr Social Media als Prüfstein für die Qualität von Webseiten.
  2. Persönlicher werden!
    Ein paar anonyme Links von irgendeinem deutschsprachigen Linktauschblog reichen nicht mehr aus. Ja genau, der gekaufte Artikel+Link auf ich-bin-kein-linkspamblog.de ist für die Katz’. Google ist in der Lage festzustellen, wem dieser Blog zuzuordnen ist, ob der Autor bzw. die Webseite jemals etwas sinnvolles produziert hat, wie die Webseite verlinkt ist und was der Zweck dieser Webseite ist.
    Ist der Zweck eines Blog der Linktausch, dann wird es Zeit rasch ein neues Geschäftsmodell für diese Webseite zu finden. Suchen Sie Partner für die Inhalte auf Ihrer jetzt wertlosen Seite und schaffen Sie echten Mehrwert. Nehmen Sie sich vor jede Woche zumindest einen Contentpartner zu finden, einen guten Gastautor oder Spezialisten, der wirklich etwas zum Thema zu sagen hat, veröffentlichen Sie selbst etwas wirklich Gutes, oder stampfen Sie den Blog am besten gleich ein.
  3. Neue Arten des Linkaufbaus ausprobieren!
    Verlassen Sie die gewohnten Wege und versuchen Sie kreativ zu sein. Wenn Sie noch nie versucht haben Links mit Bildern, Pinterest, Infografiken oder Twitter aufzubauen, dann stehen Sie erst am Anfang. Es gibt viele, viele Arten des Linkaufbaus und es werden auch täglich neue gefunden. Suchen Sie nach neuen Methoden, die Ihrer Webseite und Ihrem Budget am besten entsprichen und lassen Sie die alten, ausgelutschten Varianten fallen. Sie haben bisher nur mit Linktauschartikel gearbeitet? Versuchen Sie es mit einer guten Infografik, die Sie sich für den Preis von ein paar unnötig gewordenen Artikellinks erstellen lassen können. Falls Sie selbst keine Zeit oder Lust haben, neue Linkaufbauideen zu entwickeln – Sie wissen ja: Wir sind für Sie da.
  4. Nutzen Sie lokale Linkaufbaumöglichkeiten!
    Google hat die Suchergebnisse personalisiert und lokalisiert. Passen Sie Ihre Webseite an Ihre lokale Zielgruppe an und sorgen Sie dafür, dass Sie in allen relevanten lokalen Webseiten vertreten sind. Ja, ich meine damit Gemeindewebseiten, lokal relevanten Firmenverzeichnisse und natürlich Webseiten anderer Firmen im Zielgebiet.
  5. Behalten Sie die Übersicht!
    Lassen Sie sich von keiner SEO-Agentur Links von Seiten “besorgen”, die Sie nicht kennen. Linkaufbau kostet viel Zeit und Geld, ist aber sicher kein Mysterium. Jeder Link auf Ihre Webseite hat eine Bedeutung. Kommt der eingehende Link von einer minderwertigen Seite, verliert Ihre Webseite im schlechtesten Fall ein Stückchen Glaubwürdigkeit bei Google. Wenn Sie Ihr Unternehmen in gute Firmenverzeichnisse eintragen lassen (ja, dass ist immer noch OK), dann sollten Sie wissen, welche Firmenverzeichnisse gemeint sind. Es macht einen Unterschied ob Sie einen schönen Eintrag bei herold.at haben, oder einen Eintrag bei top-firmen-verzeichnis.at. Sie schicken ja auch keinen versoffenen, stinkenden Außendienstmitarbeiter zu Ihren Kunden um Ihre Firma zu repräsentieren, oder?
  6. Links sind nicht alles!
    Aber es geht doch um Linkaufbau? Ja, es geht um Linkaufbau um Suchmaschinen (aller Art) zu zeigen, dass Ihre Webseite genau die Richtige ist. Suchmaschinen sind im Wandel und auch auch Facebook hat Suchmaschinen um interne und externe Inhalte sortiert zur Verfügung zu stellen. Was Links (im Sinne von href=”http://…”) für Google sind, werden Open Graph Verbindungen (=Links) für andere Suchmaschinen sein. Es zählt nicht nur mehr der gutbekannte Hyperlink auf den man klicken kann, sondern es gibt jetzt bereits Links, die durch Likes oder Besuche ausgelöst werden. Ihre Seite wird somit nicht mehr nur anhand der normalen Links bewertet auf die man klicken kann, sondern auch durch Links die Ihre Seite durch soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ erzeugt.

Zusammengefasst muss man 2012 tiefer in die Tasche greifen, wenn man vorne mit dabei sein will. Immer mehr Firmen sehen die Möglichkeit mit Online-Marketing mehr Geschäft zu machen und darauf haben sich auch die Suchmaschinen und sozialen Netzwerke eingestellt. Google zeigt immer mehr bezahlte Suchergebnisse an und Facebook lässt Firmen dafür zahlen, vorher ausgefilterte Nachrichten doch wieder den Fans anzuzeigen. Um in dieser Umgebung mit Linkaufbau zu punkten muss man die Qualität steigern und neue Wege gehen.

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